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26.05.2010 - 18:00 Diskussionsbeitrag | IT Gipfel sollte ebenfalls Community einbeziehen, Offline Austausch sollte... | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

Im Dezember tagt wieder einmal der IT Gipfel und im Vorfeld arbeiten alle möglichen Arbeitsgruppen. Es scheint wieder so zu sein, dass die Mitarbeiter der Arbeitsgruppen sich aus lauter Unternehmensvertretern mit entsprechender Hierarchie zusammensetzen. In der AG3 ist z.B. niemand aus der Community vorgesehen, selbst ein Vertreter von D21 ist nicht mehr dabei. Eigentlich paßt das nicht zur neuen Offenheit. Wenn es mehr Beteiligung der Community an der Entwicklung von eGovernment geben soll, gehört dazu auch eine Beteiligung an offline Gremien. Offenheit spielt sich nicht nur im Internet ab… Außerdem sollte die Netzdialog Veranstaltungsreihe - oder ähnliche Formate, in denen die Community mit Entscheidern der Verwaltung in direkten und persönlichen Austausch treten kann, fortgesetzt werden.

26.05.2010 - 17:56 Diskussionsbeitrag | Single Sign On für Verwaltungsdienste im Internet | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

Es wäre sehr wünschenswert, wenn es ein single sign on für staatliche Angebote im Internet geben würde, so dass man sich einfach und an einer Stelle dafür einloggen kann. Auf diesem Verwaltungsportal sollte dann nach Lebenslagen sortiert einfach auffindbar sein, wie man bestimmte Government Dienste beauftragen oder Auskünfte erhalten kann (Geburt, Heirat, Umzug, Vereinsgründung, Unternehmensgründung…). Eine Frage nach Single Sign On wurde auf dem 3. netzdialog schon einmal gestellt aber nicht vom Minister beantwortet. Dies würde die Nutzung von eGovernment Diensten jedoch attraktiver machen.

26.05.2010 - 17:52 Diskussionsbeitrag | Leitfäden für die Nutzung von Social Media durch Verwaltungsmitarbeiter | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

In den Verwaltungen herrscht große Unsicherheit hinsichtlich der Nutzung von Web 2.0 / sozialen Netzen. In einigen Verwaltungen darf nicht mal das Internet genutzt werden, geschweige denn Xing, Facebook oder Twitter. In anderen Ländern begreift man diese Kommunikationskanäle längst als gute Möglichkeiten, die Gräben zwischen Bürgern und ihren Verwaltungen zu überbrücken und Wege direkter Kommunikation zu ermöglichen. Dennoch besteht hier Klärungsbedarf, da generell in der Verwaltung der Grundsatz gelebt wird "was nicht explizit erlaubt ist, ist verboten". Chancen werden daher nicht genutzt, aus Angst vor negativen Konsequenzen. Was wir brauchen ist daher eine klare Social Media Policy, ein Leitfaden für Mitarbeiter in der Verwaltung, aus dem sie ableiten können, welche Nutzung von Social Media regelkonform ist und welche nicht. Dabei sollte jedem Mitarbeiter jedoch auch Spielraum möglich sein - die Richtlinie sollte eine Richtlinie sein und keine strenge Regelung von möglichst vielen Detailfällen. Leitfäden von Verwaltungen anderer Länder aber auch von großen Unternehmen können hier gute Vorbilder sein. Letztlich müssen Mitarbeiter ein Gefühl dafür entwickeln können, was an Social Media Nutzung schädlich sein kann und was nicht.

26.05.2010 - 16:10 Diskussionsbeitrag | Geodaten dürfen nicht länger verkauft werden | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

In Deutschland werden öffentliche Daten auch verkauft - z.B. Geodaten. Einnahmequellen kann der Staat zwar immer brauchen - gerade jetzt. Aber der Wert von Open Data entsteht erst durch die Gesamtheit der veröffentlichten Daten aus den Bereichen Geodaten, Demographie, Haushalt und Finanzströme, Dienstleistungen, Umwelt, Infrastrukturen, Bildung u.a.. Wenn alle diese Daten in einem offenen Format im Internet zugänglich sind (maschinenlesbar und in einem gemeinsamen Portal), werden dadurch öffentliche Dienste verbessert und zukünftiges Wirtschaftswachstum ermöglicht (siehe dazu eine Studie unter: http://bit.ly/ctLhCA ). Wenn nun ein Großteil der Geodaten aus dem Open Data Ansatz herausgelöst und weiterhin kommerziell vermarktet wird, kommt auch ein Großteil des Innovationspotenzials nicht zum Tragen. Der Gesamtschaden ist sehr viel größer als die Mindereinnahmen durch kostenfreie Überlassung von Geodaten. Auch wenn Unternehmen diese Daten kommerziell nutzen, ist dies "im Sinne des Erfinders", wenn damit Wachstum geschaffen und Innovation gefördert wird. Open Data dient allen Bürgern, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft gleichermaßen. Eine Trennung in "kommerziell" und "gemeinnützig/private" Nutzung macht keinen Sinn.

26.05.2010 - 15:57 Diskussionsbeitrag | Wir brauchen eine umfassende Open Government Initiative | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

Modernes eGovernment heißt heute "open government", es meint Transparenz, Bürgerorientierung, Bürgerbeteiligung und ein anderes Niveau an Zusammenarbeit in Behörden und behördenübergreifend, auch verwaltungsebenenübergreifend.

Dies erfordert einen fundamentalen Kulturwandel, der sicher nicht von heute auf morgen hinzubekommen ist. Um jedoch auch nicht bis ins nächste Jahrtausend dafür zu brauchen, sollte es eine neue strategische Ausrichtung der Bundesregierung geben, die einfach und klar verständlich beschreibt, was unsere Vision für eine gute Verwaltung ist, oder um es einfach von Obama zu zitieren "Government has to be transparent and participative". Das kann man kaum schöner sagen.

Von einer solchen Vision ausgehend sollten wir in der nationalen eGovernment Strategie Vorgaben entwickeln, die Richtschnur für alle deutschen Verwaltungen sind. Um dies zu schaffen, ist die höchste Spitze der Bundesregierung gefragt - eine Open Government Initiative - unterschrieben und vertreten von der Kanzlerin selbst, umgesetzt von Führungskräften der Verwaltung, die auch die notwendigen Ressourcen dafür erhalten. Im Moment gibt es nur ein klein-klein, vor allem auf kommunaler Ebene. Der strategische, glaubwürdige Ansatz fehlt völlig. Erst damit bekommen wir auch mehr Bürger ins Boot.

26.05.2010 - 15:46 Diskussionsbeitrag | Internet als Höhrrohr für die Verwaltung | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

Dies sind Beiträge von Bürgern, die über Twitter als Wunsch für Perspektiven Netzpolitik am 26.5.2010 geäußert wurden:
1) Ich möchte, dass die Politik das Netz vor allem als Hörrohr und nicht als Lausprecher benutzt, z.B. so http://u.nu/6f5ra
2) Ich wünsche mir, dass Politiker begreifen, dass sie mehr Transparenz schaffen müssen, um unsere Demokratie zu stärken
3) Ich wünsche mir, eine Dezentralisierung und Enthierarchisierung von Entscheidungsprozessen

26.05.2010 - 9:32 Diskussionsbeitrag | Daten sollen laufen - nicht die Bürger | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

Gutes eGovernment sollte durchlaufende Prozesse für Bürgerdienste anbieten. Es ist unverständlich, wieso heute immer noch Bürger an einem Amt eine Nummer ziehen und stundenlang warten müssen, nur um eine Bescheinigung zu erhalten, die sie dann selbst zu einem anderen Amt tragen oder per Brief dorthin schicken müssen. Das ganze kann bei einfachen Vorgängen wie der Anmeldung einer Eheschließung auch gern 3 oder 4 Ämter involvieren (mit den entsprechenden Bescheinigungen, wie Meldebestätigungen, Geburtsregisterauszügen, Aufenthaltstiteln etc.). Es ist mir ein Rätsel, wieso nicht Amt 1 einfach ein email mit dem angehängten Beleg an Amt 2 schicken und ich nicht von beiden Ämtern eine Bestätigung per email erhalten kann, dass alle Dokumente vorhanden und in Ordnung sind und der Prozess seinen Gang geht. Ich möchte gern einen einheitlichen Ansprechpartner auch als Bürgerin oder Bürger haben. Was für ausländische Unternehmer mit neu zu startenden Dienstleistungsbetrieben geht (siehe EU DLR), muss doch auch für Bürger möglich sein! Ich möchte mit der Verwaltung genauso kommunizieren können, wie mit Amazon , einem Ottoversand oder einem Zeitungsverlag. Dazu brauche ich keine demail, denn bisher ging es ja auch wunderbar ohne. Wir müssen nicht auf riesige Investitionsprojekte warten, nur um Verwaltungsdienste bürgernäher zu gestalten. Wir brauchen Führungskräfte in der Verwaltung, die das wollen und sich nicht auf unterschiedliche Zuständigkeiten herausreden.

26.05.2010 - 9:21 Diskussionsbeitrag | Bildung mit Chancengleichheit für alle braucht Zugang zu breitbandigem Internet | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

Kinder müssen heute lernen, wie man sich sicher im Internet bewegt, wie man lernt in multimedialem Umfeld und wie man Zugang zum Wissen der Welt erlangt und sich mit anderen darüber austauschen kann. Dazu brauchen sie ausgebildete Lehrer, Zugang zu breitbandigem Internet in der Schule (überall in Deutschland, erst recht in den Dörfern!) aber auch Zugang zur Technik. Warum gibt es in anderen Ländern Laptopprogramme für Schulkinder, nur im reichen Deutschland nicht? Warum gilt bei uns immer noch "WC statt PC" und werden über 6 Milliarden Euro des Konjunkturpaketes in Baumaßnahmen investiert, die zu keinem Pisapunkt mehr führen werden? Warum schwenken wir immer die Fahne des Föderalismus und verweisen auf die Verantwortung der Länder, nur um noch länger nichts zu tun? Wir sind ein Land, dass auf die Innovationskraft seiner Menschen angewiesen ist, wenn es im Wettbewerb der Nationen bestehen will. Wir brauchen bestens ausgebildete Arbeitskräfte - und die Schüler von heute sind die Arbeitskräfte von morgen. Indien und China sind da schlauer als wir. Sie investieren viel mehr in die strategischste Ressource: die Kompetenzen künftiger Fachkräfte. Wann kommt eine bundesweite Initiative für Medienkompetenz in Schulen? Wann haben wir eine Breitbandinitiative, die wirklich schnelle Anschlüsse in kurzer Zeit an jedem Ort ermöglicht? Der Wettbewerb wird es nicht richten...die aktuelle Breitbandinitiative auch nicht.

26.05.2010 - 9:14 Diskussionsbeitrag | Digitalisierung von Kulturgütern ist Teil des staatlichen Bildungsauftrages | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

Die Digitalisierung von Kulturgütern sollte zur Aufgabe des Staates gehören. Es handelt sich um unseren ideellen Reichtum, der allen zugänglich sein sollte und durch Digitalisierung (in Verbindung mit Langzeitarchivierungstechniken) auch vor dem Totalverlust durch Brand, Wasser, Einsturz oder andere Katastrophen geschützt werden kann (Anna Amalia Bibliothek, Köln Stadtarchiv, Bauhausarchiv!!!). Der Zugang sollte einfach und kostenfrei sein. Zusatzleistungen wie Nachdrucke, Auszüge, Digitalkopien können ja als kostenpflichtige Leistungen dazu beitragen, die Kosten zu decken. Für verbleibende Kosten sollten Steuermittel aufgewendet werden. Kulturgüter tragen zum Bildungsauftrag des Staates bei. So tragen wir bei zu Bildung für alle...auch ohne Wohnung in der Großstadt und Zugang zu Staatsarchiven, Bildung an jedem Ort - auch im letzten Dorf in Mecklenburg Vorpommern.

26.05.2010 - 9:03 Diskussionsbeitrag | Beteiligungsformate müssen ernst gemeint und gut gemacht sein | Gast
3. Staatliche Angebote im Internet

Bürger wollen Beteiligungsmöglichkeiten, die diesen Namen auch verdienen. Keine Feigenblätter und keine Angebote, die weder nutzerfreundlich noch schön sind und die von Anfang an vermuten lassen, dass man eigentlich gar nicht wirklich wissen will, was Bürger wollen. Auch bei diesem Angebot bin ich mir nicht sicher, wie ernsthaft das Interesse ist. Wenn im Netzdialog genau wie auf dieser Plattform Fragen gar nicht wirklich beantwortet werden oder Registrierungen restriktiv und kompliziert sind, wenn der Gesamtprozess nicht transparent wird - z.B. was mit dem ganzen Input passiert, dann kommen so Zweifel auf. Besser finde ich www.mitreden-u.de oder die neue Essener Plattform www.essen-kriegt-die-kurve.de, ob stimmt, weiß ich nicht, aber diese Angebote wirken ernsthafter und sind auch viel, viel besser gemacht. Vielleicht beteiligen sich Bürger deshalb dort mehr als hier. Die Umfrage zur nationalen eGovernment Strategie im letzten Frühherbst war handwerklich besonders schlecht gemacht. Ernsthaftigkeit kann man auch am Ressourceneinsatz erkennen - Ressourcen zum Erstellen einer nutzerfreundlichen Beteiligungsplattform, Ressourcen für die Bearbeitung/Beantwortung von Fragen, Ressourcen für ganz normales Marketing für die Beteiligung. Woher sollen normale Bürger den Weg zu dieser Beteiligungsform finden, wenn man nur auf eGovernment Konferenzen oder in Insidergrüppchen davon hört?

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