Anonymität und Identifizierbarkeit abwägen

Der freie Bürger zeigt sein Gesicht, nennt seinen Namen, hat eine Adresse. Gleichzeitig sind wir es gewohnt, im Alltag grundsätzlich unbeobachtet zu handeln. Beides muss auch im Internet normal bleiben. Eine schrankenlose Anonymität kann es jedoch im Internet nicht geben.

Es muss sichergestellt sein, dass die Anforderungen an die Identifizierung unter Wahrung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes danach ausgestaltet sind, welchem Zweck sie dient, welche Grundrechte betroffen sind, ob der Betroffene sich im privaten, sozialen oder öffentlichen Bereichen des Internets bewegt und ob er einen Anlass für die Identifizierung gegeben hat. Wichtige Rechtsgeschäfte brauchen immer bekannte Gläubiger und Schuldner.


Das sagen andere:

Idee

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Eine eindeutige Identifizierung ähnlich des Nummernschilds im Straßenverkehrs wäre sinnvoll, damit man Verbrecher ermitteln und verfolgen kann. Andererseits würde niemand in seiner Privatsphäre gestört, denn auch das Nummernschild enthält keine sensiblen Daten.

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Ich fände es gut, wenn es eine öffentliche "Internet-Mediationsstelle" gäbe. In begründeten Fällen soll diese die Anonymität aufheben können. Sie soll bewusst nicht bei der Justiz angesiedelt sein, sondern als Mediator fungieren. Außerdem wäre es Ihre Aufgabe, Vorschläge für die Weiterentwicklung des "Internetrechts" zu entwickeln.

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Die These ist sehr vage formuliert. Wichtig ist, dass ein wirklich anonymer Informationsaustausch ermöglicht wird. Zum Abschließen eines verbindlichen Geschäfts müssen sich die Partner natürlich identifizieren. Der Staat muss aber an Rahmenbedingungen mitarbeiten, die sicherstellen, dass dies nicht schon für das Lesen von Inhalten oder das Veröffentlichen von Meinungen gilt. Hier ist insbesondere die Tendenz zu einem Registrierungszwang für Kommentare an Online-Magazinen kritisch zu betrachten. Anbieter von Diskussionsforen und ähnlichem müssen mindestens so umfassend von einer Haftung für Beiträge ihrer Nutzer freigestellt werden, wie es erforderlich ist, damit solche Leistungen anonym nutzbar bleiben.

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

... dass Anonymität das "Grundgebot" in dem gesellschaftlichen sein muss, aber je nach Aktion Identifikation satattfinden muss. Es geht also um Schrankenhandlunge3n. Beispiel: eBay als Handelraum braucht die identifikation von Käufer und Verkäufer, spbald eine Auktion abgeschplossen wird. Die Idetifikation besteht aber nur gegenüber den Parteien, die ein Anrecht darauf haben, nämlich den Handelnden selbst und eBay als Mittler zwischen ihnen. Analog dazu muss man sich bei anderen Aktivitäten im Internet fragen, ob die Handlungen eine mögliche Identifizierkeit eines Nutzers erfordern oder nicht. Wir müssen diese Schranken für die gesellschaft definieren - im Strassenverkehr ist es uns ja auch gelungen, ein bestmögliches Verhältnis zwischen Anonymität und Identifikation zu schaffen. Ähnliche Maximen sollten wir auch im Internet umsetzen. Derzeit sind alle Bundesbürger sehr auf die Datenschutzproblematik sensibilisiert, aber es muss uns auch klar sein, dass die mögliche Identifikation von tätern immer vorteile für Opfer und Geschädigte haben kann, und zu verantwortungsvollerem Handeln anleitet. Dazu muss Identifikation aber immer minimalvaisv und mit Augenmass installiert werden.

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Die aktuellen Überlegungen gehen viel zu sehr davon aus, dass Menschen bloß unter einem Namen agieren. Aber schon das Beispiel Künstlername zeigt, dass das zu naiv ist. Es muss ein Identitätsmanagement geschaffen werden, dass es ermöglicht, mit den multiplen Identitäten, die im Internet aus vielen Gründen sinnvoll und wichtig sind, auch rechtswirksam handeln zu können. Wichtig ist doch nicht, dass man unter dem Namen auf dem Personalausweis auftritt, sondern dass die Person als Individuum verbindlich handeln kann - auch unter anderen Namen. Sicherheit ist doch nur notwendig, damit Gläubiger und Staat einen Ansprechpartner haben. Wie der heißt und welche anderen persönlichen Eigenschaften hat, geht Vertragspartner und in weiten Bereichen auch die Behörden nichts an. Hier muss das Selbstbestimmungsrecht des Individuums geschützt werden und die Möglichkeit geschaffen werden, auch unter anderen Namen zu agieren. Beim Einkauf im Supermarkt kann ich ja auch anonym bleiben, solange ich nur bezahle.

Kommentare

Der Kommentar geht genau an meiner Intention vorbei. Warum kann es nicht mehrere "richtige" Identitäten geben, solange die Person dahinter sich der Haftung nicht entzieht? Das hergebrachte Denken, dass 1 Person nur 1 öffentliche Identität hat, ist zu verengend. Was geht es den Verkäufer von Druckerpatronen an, wer hinter Avatar XYZ steht, solange er sicher sein kann, dass er sein Geld bekommt und es motfalls auch einklagen kann? Es wird immer so getan, als würden sich Anonymität und Gewährleistung der Verantwortlichkeit ausschließen, aber das muss nicht sein. Kluge Konzepte können Persönlichkeitsschutz und Rechtssicherheit vereinbaren.

Ich finde es ist richtig, dass Identitkation nicht zwangsläufig immer etwas mit "Klarnamen", Addresse, etc. zu tun haben muss. Aber es ist auch massgeblich in welchem raum wir uns bewegen.

Für rechtsgeschäfte braucht es halt die "richtige" Identität, für Kommunikation in foren dagegen nicht. Da reicht (natürlich) ein Avatar, aber vielleicht sollte ein forumsmoderator troptzdem die Identität seiner diskutuierenden kennen.

Für unterschiedliche Handlungen braucht es unterschiedliche Schrankenregelungen.


Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Wichtige Rechtsgeschäfte brauchen natürlich immer bekannte Gläubiger und Schuldner. Aber es muss möglich sein im Internet mehr oder weniger anonym aufzutreten, genauso wie man in einer fremden Stadt mehr oder weniger anonym auftreten kann. Wer definiert was ein Anlass für eine Identifizierung ist ? Der Innenminister ? Und wer kontrolliert wer identifiziert wird ? Wenn das passiert muss der Staat verpflichtet werden das mitzuteilen ! Fingerabdrücke wurden früher nur von mutmaßlichen Mördern, Vergewaltigern oder anderen Schwerverbrechern genommen aber heute soll jeder prophylaktisch Identifizierbar sein. Die Ermittlungen fangen schon vor einem möglichen Verbrechen satt. Genau das schafft Unbehagen und das Gefühl, dass der Staat immer mehr zu etwas wird, vor dem man auf der Hut sein muss. Heute tritt beispielsweise die Polizei bei einer Routineverkehrskontrolle mit Hand an der Waffe auf und blendet den Kontrollierten mit einer Taschenlampe, während in scharfen Ton Fragen gestellt werden, die die Polizei gar nichts angehen. (Woher kommen Sie, wohin gehen Sie ?). Das erinnert eher an die Gestapo als an einen Freund und Helfer ! Wenn Sie in diesem Geist das Internet "regeln" machen Sie den Staat zu etwas bedrohlichem !

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

... erstmal dalegen wo die heutige Identifizierbarkeit nicht ausreicht, bevor die Anonymität weiter abgebaut wird.

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Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Die Formulierung ist etwas unglücklich gewählt: Streiche folgenden Satz: "Eine schrankenlose Anonymität kann es jedoch im Internet nicht geben." und die Zustimmung wird steigen, ohne am Sinngehalt der These etwas zu ändern.

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Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Anforderungen an die Identifizierung gibt es im Internet schon genug, wie jeder weiß, der Internetbanking oder Ähnliches macht. Ansonsten lebt das Internet vom freien Raum, den die Anonymität bietet. Rechtliche Grundlagen zur Verfolgung von Kriminellen gibt es auch schon genug. Da brauchts keine Änderungen.

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Ich bin dagegen, aber bei Idee möchte ich gerne schreiben, dass man schon an den Kommentaren der Moderation HIER merkt, wie das ganze ablaufen wird. Jemand hat gesagt, er hält die These für eine Lüge - prompt wurde ihm gesagt "vermeiden Sie Wörter wie "Lüge" - Merkt hier niemand etwas? Darf ich nicht einmal sagen, was ich denke? Man wird zur Mitwirkung aufgefordert, aber eine "Hidden Hand" kontrolliert sowieso alles und möchte auch noch bestimmen, mit welchen Wörtern die Sätze gebildet werden. "Bleiben Sie sachlich" wird man aufgefordert, bei einem exorbitant emotionalen Thema. Sie haben es hier mit MENSCHEN zu tun, nicht mit Maschinen, und sollte akzeptieren, dass diese emotional sind. Ich habe hier noch keine richtige Beleidigung gesehen, und trotzdem wird unterschwellig von der Moderation eine Stimmung verbreitet, dass man das Gefühl hat, man kann nicht sagen, was man denkt. Und das ist sehr antidemokratisch und freiheitsfeindlich MEINER MEINUNG NACH (Artikel 5 GG, der wohl auch auf dieser Seite gilt).

Anmerkung der Moderation: Hallo "Gast", vielen Dank für Ihre Anmerkung. Sie haben Recht, es ist bei einem emotionalen Thema nicht immer möglich, nur eine neutrale Sprache zu wählen. Dennoch kommt man am besten mit einander ins Gespräch, wenn man versucht respektvoll und höflich zu bleiben. Nicht nur Sie als Nutzer, auch die Adressaten im Bundesinnenministerium sind Menschen. Wir versuchen als Moderation auf Basis der für dieses Dialogangebot geltenden Regeln, ausgleichend zu wirken.

Die Anmerkungen der Moderation sind für jeden nachlesbar und können damit eingeordnet werden.

Da der Bereich "Ideen" für die Konkretisierung der Thesen gedacht ist, laden wir Sie ein, dieses Thema unter "Lob & Kritik" noch einmal einzustellen. Dort werden alle Anliegen zum Verfahren und zum Dialogprozess - auch die Arbeit der Moderation - thematisiert.

Mit freundlichen Grüßen, das Moderationsteam

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Dies ist eigentlich keine handlungsempfehlung sondern eher ein Kommentar zu den vielen negativen bewertungen hinsichtlich dieser spezifischen These. es ging hier darum "Anonymität und identifizierbarkeit" gegeneinander ABZUWÄGEN und einen gesellschaftlich und demokatischen austarierten Kompromiss zu finden, nicht dass eine auf dem schlachtaltar des anderen extrems zu ofpern. Zwischen totaler Anonymität und einem Überwachungsstaat wie in Orwells 1984 scheint bei den meisten Abstimmern hier keinerlei Kompromiss zu existieren. Das find eich traurig, und so gehen 80% der Kommentare leider an der eigentlichen These vorbei. Jetzt kommt doch noch ein Handlungsvorschlag: Wir müssen abwiegen, welche rechtsgüter es zu schützen geht, und die Identifikationsschranken hier entsprechend minimalinvasiv legen.es darf keine unnötige identifikation geben, und in manchen fällen ist auch GAR KEINE identifikaiton nötig, aber in manchen Fällen wird scon eine benögtigt. Ein besipiel aus der Kohlenstoffwelt: im in einer Videothek erwchseneninhalte auszuleihen brauche ich irgendwann einmal eine Altersverifiikation, und danach bekomme ich einen entpsrechenden Ausweis und darf auf Inhalte die meinem Alter entpsrechen, zugreifen. Bei der späteren Benutzung bin ich aber weitgehend anonym. Wer prüft das? Weder Staat noch Poliziei noch Finanzamt, sondern mit minimalem Aufwand der Videotekenbetrieber mit einem an einfachheit und Datenschutzsicherheit kaum zu überbietendem System: Minimialinvasivität.

Kommentare

Das Problem in der digitalen Welt liegt eher darin, dass es nicht bei der einfachen Prüfung ü18 ja/nein bleibt sondern, dass hierfür unnötiger Weise immer gerne auch Name, Adresse etc. nicht nur herangezogen sondern auch gespeichert werden.
Nicht nur Annonymität, sondern auch das vermeiden von unnötig erhobenen Daten halte ich für sehr wichtig.


Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Der freie Bürger ist anonym, weil die Anonymität den Fortbestand seiner Freiheit schützt. Der freie Bürger entscheidet selbst wem er seinen Namen und seine Adresse nennt und die erste Lektion in Medienkompetenz ist, private Daten nicht zu freimütig preiszugeben. Eine Ausname sind Rechtsgeschäfte und auch dort sollte man nur die Daten preisgeben, die für dieses Rechtsgeschäft notwendig sind.

Kommentare

Der freie Bürger muss dem Polizisten keinen Ausweis zeigen, zumindest nicht in Deutschland. Denn hier gibt es lediglich die Pflicht einen Ausweis zu haben, nicht aber diesen ständig und immer mit zu führen.
Ausserdem wäre mir bisher kein Fall bekannt in dem die Polizei jemandem im Internet dazu auffordert seinen Namen zu nennen. Klingt aber irgendwie interessant ;)

@netzpol: Ja, aber eine automatisierte Überwachung würde eher dazu führen das nicht nur die Polizei, sonder nach und nach weitere Intressengruppen zugriff auf die Daten bekommen würden.

Der freie Bürger MUSS der Polizei aber seinen Namen nennen und seinen Ausweis zeigen, wenn ein konkreter Anlass dafür besteht. Warum sollte das im Internet nicht auch so sein?


Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Die meisten dürften sich einig sein, daß Rechtssicherheit für alle einen Vorteil bringt. Und da ein System her muss, das nicht letztlich auch eine permanente Überwachung ermöglicht, sowie gerade in Zeiten des großen Sparens möglichst nichts kosten soll, empfehle ich signierte PGP/GPG Schlüssel. Diese Technik ist bereits vorhanden, sie ist sicher und in der GnuPG Variante nicht nur kostenlos, sondern sogar frei. Außerdem werden hierfür keine neuen Anschaffungen benötigt. Wer eine beglaubigte Signatur wünscht, geht mit einer auf CD gebrannten, oder USB-Stick kopierten öffentlichen Signatur aufs Einwohnermeldeamt und lässt sich dort den Schlüssel als ihm gehörend durch die Signatur der Behörde bestätigen.

Kommentare

Ich finde diesen Vorschlag großartig!! Kostengünstig und blitzschnell umzusetzen, auf freier Software basierend und sicher!

Wer möchte, kann sich so mit einem vom Einwohnermeldeamt unterschriebenen Schlüssel zweifelsfrei ausweisen. Und das Beste: Gleichzeitig wird auch noch die Möglichkeit der sicheren Verschlüsselung, quasi nebenbei, eingeführt, die Amtsgeschäfte über das Internet erst richtig attraktiv machen.

Cobi, Hut ab!


Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Ohne frei wählbare Netz-Identität - unter Beibehaltung eines nicht zu unterschreitenden Maßes an Netzneutralität ggü. lokaler Jurisdiktion/Administration wird angesichts des desolaten Zustandes der dt. Gesellschaft das Netz vollständig unbenutzbar werden. Identifizierbarkeit als Angebot, nicht als Nutzungsbedingung!

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

sollte man überlegen, anonyme und identifizierbare Bereiche (in Art eines neutralen TrustCenters) zu schaffen. So ist transparent, in welchen Bereichen man sich bewegt, bzw. Angebote gemacht werden. Dieses TrustCenter sollte ein öffentliches sein, d.h. nicht in Verantwortung eines Unternehmens oder des Staates (Kontrolle von verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens).

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Niemand behauptet, dass eine schrankenlose Anonymität im Internet Sinn macht. Allerdings sollte Identifikation eine Opt-In Möglichkeit bleiben. Durch z.B. Postident- und PIN/TAN-Verfahren in Verbindung mit verschlüsselter Übertragung gibt es heute bereits gut funktionierende Prozeduren, sicheren Onlineverkehr ohne viel Trara abzuwickeln. Meine Handlungsempfehlung als IT Consultant: Lasst die Finger von weiteren unnötigen, teuren und potentiell unsicheren Neuentwicklungen. Internetausweis oder DE-Mail sind einfach nicht notwendig.

Contra

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Rechtsgeschäfte können auch anonym abgewickelt werden - ich kann ohne Namensnennung meinen Kaugummi aus dem Automaten ziehen. "Möglicherweise berechtige" Identifizierung bedeutet Vorratserfassung und Überwachung - statt den Content-Providern die Sicherung ihrer Ware zuzumuten. Ich muss im Einkaufszentrum nicht erst meinen Finderabdruck hinterlassen, damit wenn irgendwo ein Flachmann geklaut wurde ich als Täter "ausgeschlossen" werden kann.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

die Gäste "11.Jul.2010, 18:55 Uhr" und "17:04" haben bereits alles vortrefflich erläutert.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Anonymität sollte nur selbstgewählt aufgehoben werden. Nur so kann auch die "stumme Mehrheit" zum Mitmachen animiert werden.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

ich hier an dieser Stelle an den kommenden elektronischen Ausweis verweisen möchte. Dieser kann als sichere Identifizierung im Internet genutzt werden und ist, nach meiner Meinung zu gegebenen Zeitpunkt ausreichend.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

damit die Aussage "Wer nichts zu verbergen hat, der kann auch seinen Namen sagen!" propagiert wird. Die Möglichkeit, im Netz anonym zu sein, ja besser noch, sich alternative Identitäten zuzulegen ist ein enormer kultureller Fortschritt, der nicht auf dem Altar staatlicher Überwachungsbedürfnisse geopfert werden darf. Die Identifizierbarkeit ist kein Selbstzweck.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Ich finde es sollte egal sein ob sich ein Internet Nutzer im privaten, sozialen oder öffentlichen Bereichen des Internets bewegt. Es sollte grundsätzlich das Recht auf Annonymität herrschen und nur in wenigen sinnvollen Ausnahmefällen sollte das nicht so sein. 2 Beispiele hierzu: Annonym: Ich möchte z.b. nicht, dass ich identifizierbar bin wenn ich mich zum Beispiel in diversen Suchmaschinen nach einer bestimmten Geschlechtskrankheit informiere. Ich denke das kann jeder nachvollziehen. Identifizierbar: Dagegen sehe ich es durchaus als notwendig an, dass man bei einer Petition die man unterschreibt identifizierbar ist. Oder bei einem Kauf übers Internet. Ob mich allerdings jeder dort mit meinem Klarnamen identifizieren können muss ist wieder etwas anderes.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

die Gäste "11.Jul.2010, 18:55 Uhr" und "17:04" haben bereits alles vortrefflich erläutert.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Der freie Bürger entscheidet selber, ob er sein Gesicht zeigt, seinen Namen nennt, usw. Die Grenzen bestimmen sich auch hier nach den Regeln, die sich unsere Gesellschaft gegeben hat. Es gibt keine besonderen Grenzen für das Internet. Schon die Fragestellung ist tendenziös. Das Internet ist keine Welt, in der besondere Regeln gelten.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Der freie Bürger darf sein Gesicht verhüllen, muss seinen Namen und erst seinen Wohnort nicht nennen. Der Bürger im Polizeistaat muss sein Gesicht zeigen, muss seinen Namen und seine Adresse nennen. Mir gefallen folgende Worte im Text nicht: 1. schranklos: Niemand spricht von schrankenloser Anonymität. Jeder vertragliche Beziehung ist nicht anonym. 2. Verhältnismäßigkeit ist ein extrem dehnbarer Begriff und stark davon abhängig, wer gerade in den Gerichten sitzt. Aus dem Text wird nicht klar, was genau damit gemeint ist. 3. Es gibt keinen "privaten", oder "sozialen" oder "öffentlichen" bereich des Internets. Das würde implizieren, dass ich für jeden Bereich einen eigenen Provider bräuchte.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

die Aufgabe der Identifizierung bei Rechtsgeschäften nicht dem Gesetzgeber, sondern den teilnehmenden Parteien zukommt. Für Online-Banking haben die Banken sichere Identifikationsmöglichkeiten und Authentikationsmöglichkeiten entwickelt. Für Geschäftspartner ohne vorherigen Kontakt gibt es das PostIdentverfahren. Internetseiten identifizieren sich gegenüber dem Nutzer oft per Zertifikat. Für Rechtsgeschäfte gibt es also bereits hinreichend Möglichkeiten. Im Bereich der Rechtsgeschäfte sehe ich für den Gesetzgeber daher keinerlei Handlungsbedarf. Für die anderen genannten Bereiche sehe ich ebenfalls keinen Handlungsbedarf. Das Besuchen öffentlicher Informationsangebote darf nicht protokolliert werden, im privaten Bereich greifen diesselben Möglichkeit wie im Bereich der Rechtsgeschäfte. Der Begriff des "sozialen Bereichs des Internets" scheint mir nicht wohldefiniert. Identifizierbarkeit ist für den Gesetzgeber nicht generell, sondern nur im Falle von Gesetzesverstößen relevant - und hier reichen m.E. die bestehenden Gesetze und technisch legalen Möglichkeiten der Polizei aus, um diese zu ahnden. Um die Verfolgung hier effektiver zu machen, ist nicht eine Änderung der technischen Infrastruktur, sondern mehr geschultes Personal vonnöten.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

jeder das Recht auf Anonymität haben soll! Wenn es darum geht kriminelle Machenschaften aufzudecken - es gibt Möglichkeiten nicht identifiziert zu werden, aber der einfache Nutzer wird trotzdem erfasst. Das darf nicht sein!

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

"Der freie Bürger zeigt sein Gesicht, nennt seinen Namen, hat eine Adresse". Das ist schon so grundsätzlich falsch, dass man Angst bekommt, denn es fehlt der Satz "wenn er will und vertraut". Wissen ist Macht, und Wissen über mich ist Macht über mich. Das verteile ich nicht so grundsätzlich wie es dieser erste Satz weismachen will. Einen Satz mit "Der *freie* Bürger " anfangen und dann konkrete Handlungsanweisungen folgen lassen, ist ein Widerspruch in sich.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

die Grundaussage, man sei im Alltag nicht anonym, falsch ist. Wenn ich in ein Geschäft gehe, kennt niemand meinen Namen und meine Adresse. Ein Einkauf in einer großen Stadt z. B. ist praktisch immer anonym. Warum soll ich im Internet also nicht anonym bleiben? Will der Verfasser der These etwa die Vorratsdatenspeicherung wieder rechtfertigen?

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Ich stimme nicht zu, weil die Aussage "Eine schrankenlose Anonymität kann es jedoch im Internet nicht geben." falsch ist. Wenn jemand Anonym sein will, schafft er das auch.

Anmerkung der Moderation: Hallo Gast. Vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir bitten jedoch darum hier keine Werbung einzustellen. Diese ist entfernt worden. Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen, das Moderationsteam.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Diese Forderung mit Rechtsgeschäfte zu verbinden halte ich für ziemlich unredlich. Diskussionen (nicht Geschäfte) sollte so offen wie möglich geführt werden könnten. Die Kontakthypothese funktioniert im Internet besser als anderswo - gerade durch die (Pseudo)Anonymität.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

.... weil zur Zeit nirgendwo im Netz gewährleistet ist, dass mit meinen Daten nicht auf irgendeine Art "Schindluder" getrieben wird. Wo ich es nicht muss, gebe ich meine tatsächlichen Daten auch nicht preis. Selbst die simple Weitergabe meiner E-Mail-Adresse beherrbergt in den meisten Fällen eine Flut von Werbemails von irgendwelchen Abzockern im Netz.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

weil man auch im echten leben zum großen teil anonym bleibt oder??

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

weil wir keine Totalüberwachung brauchen. Die derzeitige Identifizierbarkeit über die IP-Adresse wird überwiegend von der Musikindustrie missbraucht. Bevor diese Missstände nicht abgestellt sind, möchte ich nicht weitergehende Identifizierungsmittel eingesetzt wissen. (Übrigens schreibe ich hier auch bewusst nur als Gast. - Obwohl meine IP mich natürlich identifizierbar macht.)

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

anonym gegenueber wem? Wer in Deutschland ohne Personalausweis geschnappt wird, zahlt Strafe. An so ziemlich allen oeffentlichen Plaetzen sind Kameras angebracht, die den "freien Buerger" auf Schritt und Tritt verfolgen. Dazu kommen dann bald Nacktscanner, RFID und biometrische Daten. Es gab/gibt mittlerweile den Bundestrojaner, Stopschilder und die Vorratsdatenspeicherung. Die "freien Buerger" Deutschland sind doch schon ordentlich katalogisiert und registriert. :)

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Dies setzt eine Kontrolle über Nutzungszeit, Ort, Dauer und Art der Nutzung voraus. Doch das Internet ist nicht nur ein Marktplatz. Es ist ein Medium der Kommunikation und dient als Bibliothek. Es ist nicht akzeptable bei jedem Gedanken überwacht zu werden. Meine E-Mails sind meine private Angelegenheit. Es geht Niemanden etwas an an wen ich wann, was, von wo aus schicke. Auch geht es Niemanden an was ich lese oder recherchiere.

Neutral

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Hauptsache die Grundrechte werden gewahrt.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Im Text wird nicht klar genug gesagt, daß diese Maßstäbe nicht nur für User gelten müssen, sondern auch für Dienstanbieter. Regulatorien sind bisher m.E. zu stark auf die Reglementierung der User konzentriert, die Diensterbringer müssen ebenso in den Fokus. Nicht nur die Urheber von Internet-Stalking zum Beispiel muss man feststellen können, sondern auch die Urheber der leider alltäglichen SPAM und Betrüger-Mail-Massen. Bisher lässt es der Staat leider viel zu oft zu, dass Freiheitsrechte der Einzelnen eingeschränkt werden, aber eine heilige Gewerbefreiheit trotz Missbrauch geschützt wird.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Ich denke, die relevante Unterteilung bei der Frage nach der Anonymität ist nicht nach "privat, sozial oder öffentlich", sondern auf der Verkehrsebene und auf der Kommunikationsebene: 1. Anonymität auf der Verkehrsebene bedeutet, dass Internetzugangsanbieter sowie Diensteanbeiter keine personalisierten Nutzungsprotokolle erstellen - also z.B. keine Vorratsdatenspeicherung. Diese Anonymität ist vorraussetzung für einen freien Umgang mit dem Internet. Außerhalb des Internets werden ja auch keine Bewegungsprofile erstellt (zynische Bemerkung: Außer man hat ein Mobiltelefon oder man fährt auf der Autobahn). Eine allgemeine Überwachung unverdächtiger Kommunikation führt zu Selbstzensur. 2. Die Anonymität auf der Kommunikationsebene ist die Anonymität mit der ich zum Beispiel Kommentare auf Internetseiten abgeben. Hier muss natürlich auch heute schon gelegentlich die Anonymität aufgegeben werden - zum Beispiel zum Zwecke des Online-Einkaufes. Hier wählt aber jeder Nutzer, ob und wann er gegenüber wem seine Anonymität aufgibt. Die Unternehmen haben hier auch schon recht gute Mechanismen gefunden, um sich des Gegenübers sicher zu sein. Auch auf Anonymität verzichten muss derjenige, der ein eigenes Webangebot betreibt. Wer die digitale Öffentlichkeit nutzen will, muss natürlich mit seinem Namen dafür stehen. Wer das nicht will, muss die Dienste andere Anbieter nutzen. Wer also kein Blog unter dem eigenen Namen betreiben will, kann zu einem Bloganbieter gehen.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Ich denke das Transparenz die Zukunft ist. [Religiös angemerkt: Wahrscheinlich schon die Gegenwart!] Das heißt bei politischen Entscheidungen werden untransparente Teilnehmer eine geringeren Einfluss haben. Wobei ein "Starke Meinnungen" transparent oder untransparent, immer Einfluss haben werden.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

die aktuellen Möglichkeiten zur Identifizierung reichen aus.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Das klingt grundsätzlich gut, wenn mir nicht noch der Schock der Zensur unter dem Dreckmäntelchen (ja, das ist kein Schreibfehler) der Kinderpornografie in den Knochen stecken würde. Von daher - Ihr versteht es nicht also könnt Ihr es eh nicht kontrollieren. Lasst euch beraten, tut Ihr mit unseren Steuergeldern doch sonst auch immer bei jedem Dreck zu überteuerten Honoraren!

Anmerkung der Moderation: Hallo "Gast", bitte argumentieren Sie auf sachlicher Ebene und beachten Sie die Regeln zu diesem Dialog. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen, das Moderationsteam

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Ich denke Anonymität sollte im Netz möglich sein. Das läuft der Strafverfolgung entgegen, ist mir klar. Aber ich denke die freie, anonyme Netzpräsenz birgt auch viele Chancen für die reale Demokratie. Das gilt gerade für Menschen, die unbequemes zu sagen haben.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

ich nicht recht weiß, wie ich die These verstehen soll. Wenn gemeint ist, dass es bei jedem Vorgang im Netz erst einmal die prinzipielle Möglichkeit geben soll, dass die Beteiligten identifiziert werden, dann lehne ich sie ab. Die Möglichkeit zu echter anonymer Kommunikation muss für einen freien Meinungs- und Informationsaustausch im Prinzip bestehen. Staatlich vorgegeben sollte eine Identifikation allenfalls für rechtsverbindliche Erklärungen sein (mit der einzigen Folge, dass das Geschäft sonst eben nicht gültig oder nicht einklagbar ist). Oder soll es den Beteiligten überlassen sein, ob sie eine Identifikation verlangen? Das fände ich gut. Neben anonymen Kommunikationsmöglichkeiten sollte es auch solche geben, bei denen ich weiß, wer meine Gesprächspartner sind.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Ich finde es schwierig, wenn der Absatz mit "Der freie Bürger zeigt sein Gesicht, nennt seinen Namen, hat eine Adresse." beginnt. Der freie Bürger hat v.a. die Möglichkeit, sich frei umzusehen und Informationen zu sammlen, ohne sich ausweisen zu müssen. Einen Ausweis können wir mit uns tragen oder nicht, aber niemand würde (nochmal) auf die Idee kommen, Menschen mit Identifikationsnummern zu tätowieren. Es muss der spielerische/freie Charakter des Netzes gewährleistet bleiben. In keinem Fall darf man zur Netzbenutzung verpflichtet sein auch nur *potenziell* nachweisbar zu sein. Dies muss immer nur dann sicher gestellt werden, wenn man Rechtsgeschäfte eingeht (wie es derzeit schon der Fall ist). Ich kann derzeit jederzeit das Netz nutzen, ohne, dass jemand weiß, wer ich bin. Das gibt mir Freiheit mich zu informieren, auch über Themen, die definitiv privat sind (z.B. Psychotherapeutische Beratungen, etc.). Diese Möglichkeit ist für die Erhaltung und Förderung einer freien, kreativen Gesellschaft unabdingbar.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Nur dann Pro, wenn damit keine "Vorratsdatenspeicherung" gemeint ist. Grundsätzlich sollte die Anonymität im Netz der Normalzustand sein, der absolut geltende Normalzustand. Und nur in besonderen Fällen, wie Rechtsgeschäfte, soll der Nutzer mit bewusster Zustimmung aus der Anonymität treten. Das gilt aber, wie in einem vorherigem Kommentar von mark 22.06.2010 03:06 Uhr festgestellt, ja bereits heute.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Ja ich stimme grundsätzlich zu insbesondere bei Rechtgeschäften, also genau dann wenn der Anwender aktiv der Indentifizierbarkeit zustimmt.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Pro solange Rechtsverkehr und Geschäftsabschlüsse betroffen sind. Für private Meinungsäusserung Contra.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Da ich nicht meine Meinung zu allen 14 Thesen schreiben kann werde ich das nun einfach mal bei dieser These machen: Beim lesen der Thesen kann ich jeder einzelnen an sich zustimmen, aber das Problem dabei ist, dass jemand anders diesselbe These ein wenig anders auslegen kann - so dass ich nichtmehr zustimme. Deswegen bleibt meine Einstellung zu dieser Aussage auch neutral - weil es eine Aussage ist die man Auslegen kann wie man möchte. Diese These hier als Beispiel: Ich stimme zu, dass es bestimmte Bereiche des Internets gibt in denen eine eindeutige Identifikation nötig ist und gleichzeitig Stimme ich zu, dass man sich im Internet, wie im Alltag, grundsätzlich unbeobachtet bleiben möchte. Das ganze kann man nun auf eine Weise auslegen, dass es nötig sein wird einen "Internetausweis" zu haben mit dem man sich eindeutig identifiziert oder aber so, dass die Anbieter in Eigenverantwortung (s. These 4) den Nutzern eine Identifikationsmöglichkeit geben. Ich sehe gerade an der Stelle einfach keinen Handlungsbedarf - Oder gibt es ernsthafte Probleme beim Warenkauf im Internet? (ebay, amazon & andere)

Pro

Pro

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich zu, weil...

es braucht eine stärkere Differenzierung der Diskussion. Die Technik Internet erfüllt unterschiedliche Zwecke in unterschiedlichen Situationen. Mit Hilfe der gemeinsamen Wertebasis muss ein Grundkonsens für diese ausdifferenzierten Teilbereiche gefunden werden. In Teilbereichen ist es nötig, im Sinne der inhaltlichen Diskussion, annonyme Äusserungen zu plazieren. Die sollten einen anderen Stellenwert erhalten als solche, die mit Kontext (also Namen, etc.) versehen sind. Ein persönlicher Kommentar in einer Zeitung ist ja auch von einem allg. Artikel zu unterscheiden und als solcher gekennzeichnet.

Pro

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich zu, weil...

An sich finde ich es sehr wichtig, dass der Benutzer grundsätzlich die Möglichkeit hat, annonym zu bleiben. Wenn allerdings gewisse Aktionen stattfinden (z.B. Kauf von Ware), dann sollte man eine Identifizierbarkeit ermöglichen. Erzwingen sollte man das aber nicht. Das soll der Anbieter bzw. der Benutzer selbst entscheiden. Die Rolle des Staates ist, diese Entscheidungsmöglichkeit zu schaffen.

Alle

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

niemand läuft mit einem namensschild auf der straße herum. niemand ist gezwungen verträge im internet abzuschließen, wenn er das nicht möchte

Pro

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich zu, weil...

Anonymität zu schlechten Manieren verleitet. Im normalen Leben ist es ja meist auch nicht üblich, vermummt herumzulaufen. Wer abwägt, schließt Anonymität ja auch nicht aus.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Hauptsache die Grundrechte werden gewahrt.

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Eine eindeutige Identifizierung ähnlich des Nummernschilds im Straßenverkehrs wäre sinnvoll, damit man Verbrecher ermitteln und verfolgen kann. Andererseits würde niemand in seiner Privatsphäre gestört, denn auch das Nummernschild enthält keine sensiblen Daten.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Im Text wird nicht klar genug gesagt, daß diese Maßstäbe nicht nur für User gelten müssen, sondern auch für Dienstanbieter. Regulatorien sind bisher m.E. zu stark auf die Reglementierung der User konzentriert, die Diensterbringer müssen ebenso in den Fokus. Nicht nur die Urheber von Internet-Stalking zum Beispiel muss man feststellen können, sondern auch die Urheber der leider alltäglichen SPAM und Betrüger-Mail-Massen. Bisher lässt es der Staat leider viel zu oft zu, dass Freiheitsrechte der Einzelnen eingeschränkt werden, aber eine heilige Gewerbefreiheit trotz Missbrauch geschützt wird.

Pro

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich zu, weil...

das Netz bisher zu oft zu einem rechtfreien Raum wird, in dem manche Menschen ihren heimlichen Gelüsten frönen. Z.B. würden dadurch Kinder mehr geschützt und der ganze Porno-Bereich wäre auch nicht mehr so überlaufen, außerdem wäre der illegale Handel mit Musik und Filmen etc. einschränkbar. Das würde unserer Gesellschaft und unseren Kindern gut tun.

Pro

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich zu, weil...

Stimme dieser Aussage zu obwohl es schon oft Unterschiede zwischen Theorie und Praxis gegeben hat.

Pro

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich zu, weil...

das Internet kein rechtsfreier Raum ist und ein verantwortungsvollerer Umgang mit dem Netz realisiert werden kann, wenn die Spielregeln hinsichtlich Anonymität genauer definiert werden.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Weil die bisherige Erfahrung mit "Anlässen für Identifizierung" zeigt, dass diese von Regierenden im Internet schon gesehen werden, wo es offline komplett abwegig wäre eine solche zu verlangen.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

"Der freie Bürger zeigt sein Gesicht, nennt seinen Namen, hat eine Adresse. Gleichzeitig sind wir es gewohnt, im Alltag grundsätzlich unbeobachtet zu handeln. Beides muss auch im Internet normal bleiben." - Das ist aber politisch nicht gewollt, div. Daten werden schon heute staatlich begründet gesammelt und gespeichert, freie Meinungsäußerung und Entfaltung eingeschränkt. Für die politische Willensbildung ist es wichtig, sich informieren und diskutieren zu können, ohne sich beobachtet oder verfolgt zu fühlen. Authentizität im Internet darf nicht zu Lasten der Anonymität gehen und nicht durch erkennungsdienstliche Behandlung erkauft werden. Die vermehrten Beschlagnahmen von Computern, die Anonymisierungsdienste betreiben, sind zu beenden. Dies gilt umso mehr, da Menschen aus nicht-demokratischen Staaten auf die Bereitstellung solcher Dienste angewiesen sind. Datenverschlüsselung als Mittel zum informationellen Selbstschutz ist ein Grundrecht und darf nicht beschnitten werden. Für den Staat muß eine rigide Datensparsamkeitsregelung gelten. Daten, die nicht objektiv gebraucht werden, dürfen nicht erhoben werden. Anfallende Daten sind unverzüglich zu löschen, wenn kein Speicherzweck belegt werden kann. Datenmissbrauch sollte endlich mit empfindlichen Strafen bewehrt werden.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

ja, ja nur her mit den IPs....und jeder zeigt mal so eben jeden an....

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

es im Internet keine schrankenlose Anonymität gibt und ich auch im privaten Leben nicht mit einem Schild um den Hals durch die Straße laufe auf dem mein Name, meine Adresse, mein Geburtsdatum steht.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Annonymität sollte in jedem Fall geboten sein. Denn genau das macht das Internet aus. Deshalb ist es das was es heute ist. Sollte so etwas gesetzlich(eventuell Weltweit) umgesetzt werden würde das Internet innerhalb von Monaten kaputt gehen. Dafür würde das Darknet boomen. Egal wie sehr die Politik es versucht: Es wird immer Menschen geben, die für Freiheit kämpfen. Aufgabe der Annonymität im Internet würde das Ende der Freiheit bedeuten. Außerdem ist heute schon jeder eindeutig identifizierbar. Dies nicht zu sein beherrscht wahrscheinlich 1-2% der Internetgemeinde, was diese ganze Sache zusätzlich noch überflüssig macht. Preisgabe der Identität sollte IMMER über Behörden und Richter gehen!

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

das die freie Meinungsäußerung wirksam behindert und ich bei Rechtsgeschäften meine Identität ohnehin preisgeben muss.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

schwammige Allgemeinaussagen... Jeder Nutzer muss Anonym bleiben bis es für den Vorgang notwendig ist Daten preis zu geben. Sobald Abgewägt werden muss, werden zu viele Daten erhoben. Sobald wir dort angekommen sind, ist es nicht mehr weit zu einer Welt in der der Staat alles über sein Bürger weiß, der Bürger aber nichts über seinen Staat.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Vorratsdatenspeicherung stellt eine verdachtsunabhängige Speicherung persönlicher Daten dar. Diese Maßnahme stellt alle Bürger unter Generalverdacht. Dies ist nicht nur Verfassungswidrig sondern höhlt auch unsere Demokratie weiter aus. Unsere freie Presse, das Gesundheitswesen, seelsorgerische Angebote und auch politische Organisationen können sich dem Internet heutzutage nicht mehr entziehen. Eine Speicherung der in diesen Bereichen anfallenden Daten hätte katastrophale Folgen. Der einfache Zugriff auf Verbindungsdaten von Journalisten wäre katastrophal, da hiermit der Informantenschutz hinfällig ist. Es ist bereits heute Möglich bei _konkretem Verdacht_ Anschlüsse zu überwachen. Auch rechtssichere Geschäfte sind durch geeignete Maßnahmen bereits heute Möglich. Ich sehe keine Notwendigkeit für eine verdachtsunabhängige Datenspeicherung, viel mehr erwachsen daraus erhebliche Gefahren.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

anonymität geht vor.

Idee

Ich habe hierzu eine konkrete Handlungsempfehlung:

Ich fände es gut, wenn es eine öffentliche "Internet-Mediationsstelle" gäbe. In begründeten Fällen soll diese die Anonymität aufheben können. Sie soll bewusst nicht bei der Justiz angesiedelt sein, sondern als Mediator fungieren. Außerdem wäre es Ihre Aufgabe, Vorschläge für die Weiterentwicklung des "Internetrechts" zu entwickeln.

Contra

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Es keinen Unterschied von öffentlichem Leben zum Internet geben sollte. Wenn ich im öffentlichen Leben meine Daten nicht Angebe, weiss Sie auch keiner. Genau so sollte es im Internet sein. Eine Vorratsdatenspeicherung würde alle Daten sammeln. Das wär Prinzipiell wie bei Big Brother überall Kameras die genau Dokumentieren wer, wann, welchen Schritt macht.

Neutral

Ich habe zu dieser Aussage eine neutrale Einstellung

Ich denke, die relevante Unterteilung bei der Frage nach der Anonymität ist nicht nach "privat, sozial oder öffentlich", sondern auf der Verkehrsebene und auf der Kommunikationsebene: 1. Anonymität auf der Verkehrsebene bedeutet, dass Internetzugangsanbieter sowie Diensteanbeiter keine personalisierten Nutzungsprotokolle erstellen - also z.B. keine Vorratsdatenspeicherung. Diese Anonymität ist vorraussetzung für einen freien Umgang mit dem Internet. Außerhalb des Internets werden ja auch keine Bewegungsprofile erstellt (zynische Bemerkung: Außer man hat ein Mobiltelefon oder man fährt auf der Autobahn). Eine allgemeine Überwachung unverdächtiger Kommunikation führt zu Selbstzensur. 2. Die Anonymität auf der Kommunikationsebene ist die Anonymität mit der ich zum Beispiel Kommentare auf Internetseiten abgeben. Hier muss natürlich auch heute schon gelegentlich die Anonymität aufgegeben werden - zum Beispiel zum Zwecke des Online-Einkaufes. Hier wählt aber jeder Nutzer, ob und wann er gegenüber wem seine Anonymität aufgibt. Die Unternehmen haben hier auch schon recht gute Mechanismen gefunden, um sich des Gegenübers sicher zu sein. Auch auf Anonymität verzichten muss derjenige, der ein eigenes Webangebot betreibt. Wer die digitale Öffentlichkeit nutzen will, muss natürlich mit seinem Namen dafür stehen. Wer das nicht will, muss die Dienste andere Anbieter nutzen. Wer also kein Blog unter dem eigenen Namen betreiben will, kann zu einem Bloganbieter gehen.

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